22. März | Veranstaltung: Jenseits von antimuslimischen Rassismus und Islamismus

Ende März werden in Duisburg Aufmärsche von Pro-NRW und NPD gegen die vermeintliche “Islamisierung Deutschlands” stattfinden. Gegen diese Aufmärsche hat sich ein breites Bündnis gebildet. Das Bündnis beschränkt sich (im Sinne einer Mobilisierungsfähigkeit) auf einfache antifaschistische und antirassistische Parolen. Allerdings macht der praktische Widerstand die Auseinandersetzung mit den politischen Inhalten der Rechten nicht überflüssig.
Für eine grundlegende und emanzipatorische Kritik jenseits breiter Mobilisierungen ist in diesem Fall eine nähere Beschäftigung notwendig. Zum einen geht es dabei, welche Spezifika der Rassismus gegen Muslim_innen in Deutschland hat und ob hier von einem antimuslimischen Rassismus gesprochen werden kann. Dabei sollen mögliche Verbindungen zu der gängigen “Islamkritik” aufgezeigt werden. Zum zweiten geht es um eine emanzipatorische Kritik des Islamismus als politische Bewegung. Die Schwierigkeit eine solche Kritik zu formulieren, ohne von hegemonialen Diskursen absorbiert zu werden, sind offensichtlich. Allzuhäufig wird berechtigte Kritik an konkrete islamistische Inhalte und Praxen verwendet um Feindbilder zu konstrurieren und den Rassismus in Deutschland zu legitimieren. Jedoch muss aus einer emanzipatorischen Perspektive jegliche reaktionäre Politik abgelehnt werden, unabhängig davon wie sie sich religiös legitimiert.

22. März 2010, 19:30h
Cafe Zentral
Steinsche Gasse 48
47051 Duisburg


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